Auf Balkon und Terasse

 

Macht Eure eigenen Naturbau-Studien auf kleinstem Raum !

Für Alle, die kein eigenes Fleckchen Erde besitzen, aber einen Balkon oder gar eine Terasse haben:
Verwendet einen Pflanztrog oder Balkonkasten und pflanzt eine Reihe Baumsetzlinge als Gitter oder anderes Muster.

So könnt Ihr Jahr für Jahr beobachten, wie die Setzlinge gedeihen und an den Kreuzungsstellen verwachsen.
Wichtig: für das Entstehen von Verwachsungen müssen die Pflanzen fest aneinander fixiert sein, aber ohne daß die Stämmchen an der Rinde zu stark eingeschnürt werden.
Es genügt auch, wenn nur kreuzförmig verflochten wird, und die Stämmchen lose anliegen.
Mit zunehmendem Dickenwachstum kommt auch ohne Fixierung eine Verwachsung zustande, aber eben langsamer.

Ihr könnt im Pflanztrog Küchenkräuter oder Blumen dazusetzen, dann ist es gleich eine schöne Mehrfachnutzung.
Ideal ist es, die Erdoberfläche zu mulchen, jährlich mit Urgesteinsmehl u.a. düngen, und immer schön feucht halten.

Irgendwie ein bisschen wie Bonsai-Naturbau.  Viel Spaß !

 

 

Wenn Ihr dazu Linde nehmt, wird es für Euch eine lebende Naturbau-Aktie,  mit der Ihr Euch an untenstehendem Projekt beteiligen könnt !

Projekt Lindenhaus-Aktie

Ich plane, ein Naturbau-Lindenhaus zu errichten, an dem viele Teilnehmer ihre selber im Pflanztrog vorgezogenen Lindenverwachsungen mitbringen.
Je nach Pflanzbehälter 30 bis 50 oder 100cm Bäumchenreihe anlegen, möglichst schön zum Verwachsen bringen.
Nicht zu lange Reihen bzw. Pflanzbehälter verwenden, damit diese auch nach einigen Jahren noch transportabel und gut einpflanzbar sind.

Sobald der Standort für das Lindenhaus feststeht, kann jeder dazu mit seiner lebenden Linden-Aktie beitragen !
Das geht so:
Je nach Länge und Verwachsungsgrad Eurer vorgezogenen Linden-Bäumchen-Reihe erhaltet Ihr einen Gegenwert in Euro, der auf Seminarkosten und anderes anrechenbar ist, oder nach Vereinbarung auch bar ausbezahlt werden kann.
Frisch angelegt, ohne Verwachsung, je 10cm Länge: 1,00 Euro
zusätzlich für jede feste lebende Verwachsungs-Stelle: 0,50 Euro

Kleines Rechenbeispiel:
3 Pflanztröge mit je 30cm Linden-Gitter macht 90cm = 9,00 Euro Sofortwert
Nach 2-3 Jahren könnte es schon 60 bis 100 Verwachsungsstellen geben = 30,- bis 50,- Euro Wertsteigerung

Eure Linden-Aktien sollen aber in erster Linie Freude machen !
Trotzdem finde ich, daß Naturbau seinen Wert ebenso in Geld darstellen soll, weil in unserem derzeitigen Lebensumfeld jeder alles mit Geld werten und messen will.
Und Dinge, die mit Idealismus und Liebe hergestellt wurden, werden oft von Unwissenden als gratis oder billig betrachtet.
Genau für diese Menschen soll ein Wertbewußtsein durch Preise entstehen.

Außerdem soll Naturbau in Zukunft ein Beruf werden, von dem viele Menschen leben werden können !

Es kann auch spannend sein, Linden- oder Eschensamen in der dichtestmöglichen Linie sozusagen als "Meterware" anzusäen.

Dabei ist zu beachten, daß die Samen meist einen Winter der Kälte ausgesetzt sein müssen, um keimen zu können.
Es wäre interessant zu sehen, die man so schon im allerersten Stadium eines Baumlebens die absolute Nähe und Verwachsung mit den Nachbarbäumchen erreichen kann.

 

Kompostieren auf Balkon und Terasse

. . . geht problemlos mit Weidenstecklingen. Dazu braucht Ihr:

Einen Pflanztrog mit ca. 40x40cm ca.40cm hoch, nur halbvoll mit Pflanzerde füllen.
Dann im Abstand von ca. 3cm vom Rand rundherum fingerdicke Weidenstecklinge wie eine Palisadenmauer einstecken. Die Stecklinge sollten 30-40cm lang sein.
Im Frühjahr treiben die Stecklinge bei entsprechendem Feuchthalten üppig aus, und wurzeln an.
In den so geschaffenen Innenraum können die Küchenabfälle und alles kompostierbare reingeworfen werden.
Ab und zu etwas Urgesteinsmehl oder etwas Erde dazwischenstreuen, und nie zu nass werden lassen, dann geht eine geruchlose Kompostierung vor sich.

Sollte es länger trocken sein oder der Regen Euren Komposter nicht erreichen können, dann natürlich mäßig giessen.
Durch den Austrieb der Weiden, der nicht nur kerzengerade nach oben, sondern auch schräg nach innen erfolgt, ist sogar die (fallweise unschöne) Ansicht des Kompostmaterials kaschiert.

Im Herbst, wenn die Weidentriebe die Blätter verlieren, diese genauso nach innen lagern und nach Lust und Laune die Triebe korbartig verflechten.

Und so sieht der lebende Komposter im Anfang März 2010 aus:

Wenn er bald darauf belaubt ist, wird er blickdicht (Foto folgt)

Auch andere Gehölzarten als Weide sind machbar. Was nicht mit Stecklingen gesetzt werden kann, ist allerdings schwieriger, weil beim Pflanzen mit Wurzelballen, eine so dichte Wandung schwieriger herstellbar ist.

Nachdem ich jetzt schon das ganze letzte Jahr über so Erfahrungen gesammelt habe, kann ich es als getestet empfehlen. Selbst Speisereste, Knochen und Fleischreste wurden geruchlos und ohne Ungeziefer in kurzer Zeit einer beginnenden Umsetzung zugeführt (dauert natürlich länger als z.B. Salatreste etc.)

Für den Garten  wäre ein solcher Komposter in größerer Ausführung sinnvoll:
ca. 1x1m und die Vorderseite frei lassen
Im Laufe der Zeit werden die Weiden dann jährlich gutes Schnittmaterial für weitere Stecklinge oder Flechtmaterial liefern. Im Gegensatz zu giftimprägnierten Brettern oder hässlichen Plastik- bzw. Metallkompostern, die mehr Geld kosten, und in der Herstellung schon umweltschädlich sind, ist der lebende Komposter sogar noch schön !

 

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