Lebende Bauten aus zusammenwachsendem Holz !

 

Vom kleinen Weiden-Iglu für die Kinder über wachsende Lauben und Pergolas bis zum Gebäude aus lebenden zusammenwachsenden Bäumen . . . 
Mit vielen Gehölz-Arten ist die bisher eher unbekannte Naturbau-Methode möglich.

 

Der Naturbau-Pionier Arthur Wiechula hat den NATURBAU "erfunden". 

 

Aus lebenden Baumsetzlingen kann man im Laufe der Jahre verwachsene Wände, und damit regelrechte Gebäude schaffen. Hier können Sie sich mit untenstehendem Text einen Überblick über das Thema verschaffen, und die Schrift Arthur Wiechula´s erwerben.

 

Die bekannte Methode, einen Holzbau zu errichten, ist mittels Balken und Brettern Wände und Dach zu bauen. Eine eher ungewöhnliche Methode ist es, dies mittels lebenden, wachsenden Bäumen zu machen. Daß man dabei nicht genau rechte Winkel und perfekt ebene Wände erzielt, darf nicht stören - im Gegenteil, es macht sogar einen gewissen Reiz aus, es zuzulassen, wie sich der lebende Bau eigenwillig verhält. Also für ungeduldige, pedantische Perfektionisten ist der Naturbau eher ungeeignet.

 

Zur Einführung in das Thema untenstehend ein paar theoretische Anmerkungen.

 

Wussten Sie z.B., daß in einem Buchenwald viele Buchen untereinander verwachsene Wurzeln haben ? Ein dichter Buchenwald ist ähnlich wie ein weitverzweigter Pilzkörper unterirdisch ein zusammenhängender Organismus. So kommt es vor, daß der Baumstumpf einer gefällten Buche weiterlebt, ohne neue Triebe oder Blätter zu benötigen. In so einem Fall leitet der Wurzelstock seine Säfte an die mit ihm verbundenen Buchen weiter. Gleichzeitig bildet sich an der Schnittstelle eine Überwallung des freiliegenden Holzes, bis der Baumstumpf vollständig mit Rinde überzogen ist. Noch nicht erforscht ist, ob die miteinander verwachsenen Bäume untereinander Informationen über Schädlinge und andere Umweltbedingungen austauschen können. Ich halte dies durchaus für wahrscheinlich.

 

 

 

 

Verwachsungskraft von Bäumen

 

Der Saftstrom von Bäumen geht durch Stamm und Zweige nicht nur nach oben, sondern ebenso auch wieder nach unten. Der Saftstrom von unten nimmt Rohstoffe aus dem Boden zu den verarbeitenden Blättern. Von dort geht dann der sogenannte Bausaft der erst die wirkliche Nahrung des Baumes ist, zurück nach unten, woraus Holzmasse, Rinde und Wurzel wachsen kann.

Überall wo sich dem Baum Hindernisse, Verletzungen oder andere Ausnahmefälle ergeben, schickt er aufgrund dieser Reizung noch wesentlich mehr Bausaft hin, und es entstehen dadurch Verdickungen. Sichtbar z.B. an Einwachsungen an Zäunen, oder Ästen, die nah am Stamm abgeschnitten wurden.

 

Da wo zwei Holzteile derselben Baumart fest und unverrückbar anliegen, geschieht dasselbe, das heißt Verdickung und schließlich ein Zusammenwachsen mit dadurch gleichzeitigem Verbinden der Saftbahnen. Mehrere solcherart verwachsende Bäume bilden durch den gemeinsamen Saftstrom im Laufe der Zeit ein größeres und stärkeres GESAMTLEBEWESEN als sie es jemals für sich alleine sein könnten.

 

           

 

 

Nutzbarmachung der naturgesetzlichen Verwachsungskraft

  

Durch gezielte Anpflanzung von Baumgehölzen kann man diese Verwachsungskraft zur Schaffung von sogenannten Naturbauten nutzen. Wenn nun Baumsetzlinge eng in Reihen gepflanzt werden, können diese entweder gekreuzt oder parallel miteinander verwachsen, und bei entsprechender Sachkundigkeit im Laufe der Jahre eine lebende Holzwand bilden. Je nach Entwicklungszeit kann eine solche Anpflanzung ganz unterschiedlich genutzt werden:

Sicht- und Windschutz - Schattenspender - Unterstand - Laube - Gartenhaus

In der Schrift von Arthur Wiechula sind Gebäudevisionen mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten vorgestellt. Ein wahres Feuerwerk an Ideen, wenn auch in sehr aufwändiger Ausführung. Bestehende Naturbauten sind eher einfachere Strukturen, als im Buch vorgestellt. Gerne organisiere ich für Interessierte Ausflugs- und Vortragsfahrten zu bestehenden und entstehenden Naturbau-Projekten.

 

 

 

Der Riesen-Turm-Baum

 

ist für mich eine besonders faszinierende Idee.

Dazu wäre ein Standort gesucht, bei dem im weiten Umkreis keine Gebäude vorhanden oder geplant sind, um nicht später mit den Bewohnern Sicherheitsbedenken diskutieren zu müssen. Zur Ausführung stelle man sich einen Baumkreis mit einem Durchmesser ab ca. 5m vor. Wenn nun die einzelnen Bäume im Laufe der Jahre mit den Stämmen gegeneinanderwachsen, bildet sich ein riesiges Baumlebewesen, daß in seiner Mächtigkeit jeden bekannten Baum dieser Art überflügelt. Es wäre ein Naturdenkmal, das weltweit seinesgleichen suchen würde.

Schon in der ersten Phase der Anlage ist es ein schöner Anblick, wenn ein Ring von Bäumchen derselben Art das Auge erfreut, und mittels einem Schild der Besucher über den Zweck der Anpflanzung aufgeklärt wird. Reizvoll wäre auch unmittelbar daneben die Anlage einer Miniaturanpflanzung aus einer geeigneten Gehölzart, die wie ein Architektenmodell schon nach wenigen Jahren die Entwicklung des Riesenbaumes vorzeigt.

 

 

Wiechula hat das Thema in seiner Schrift zu einer geradezu himmelstürmenden Anlage ausgearbeitet. Seiner Ansicht nach müsste es auch möglich sein, wenn man den Innenraum mit Erde auffüllt, daß der Riesenbaum dann immer weiter nach oben zu aus dem Stamm weitere Wurzeln treibt, und so theoretisch unendliche Wuchshöhen erreichen kann. Es wäre zu erproben, welche Baumarten überhaupt diese Fähigkeit besitzen, im Stammbereich bei einseitiger  Erdanschüttung nicht zu faulen und hier Wurzeln zu bilden.

 

 

 

 

Naturzäune

 

Nach gewisser Anwachszeit wird ein Naturzaun immer schöner und unzerstörbarer.

Im Gegensatz zur Hecke ist ein Naturzaun im Laufe der Zeit ein undurchdringlich fester Holzkörper, der im Endstadium eine starke Holzmauer mit begrünter Mauerkrone wird. Die Ausführung verschiedenster Formen ist möglich. Ein herkömmlicher Zaun, der anfangs vollwertig dasteht, geht dagegen immer mehr dem Verfall entgegen, und erfordert Ausbesserungen, Reparaturen, Farberneuerung etc.

Nach Hundert Jahren steht der Naturzaun wohl noch immer in voller Pracht, den konventionellen Zaun wird man dann wohl beim Bauschutt suchen müssen . . . Ein Naturzaun fault nicht wie normales totes Holz und man braucht ihn nicht mit giftigen Lasuren zu streichen

 

 

Kinderspiel-Iglus

sind eine schnell und einfach zu pflanzende Möglichkeit des Naturbaus.
Auf einem nicht zu trockenen Boden genügt es, Weidenstecklinge im gewünschten Grundriss zu stecken,

und immer schön feucht zu halten. So bildet sich schon im zweiten Jahr je nach Geschick und Länge der verwendeten Stecklinge eine dichte Laube, in der Kinder gerne spielen und ihr eigenes "Naturhaus" haben.

Entsprechend verflochten ist dieser Weidenbau nach einigen Jahren eine grüne Kuppel wie ein Iglu. Der Nachteil der Weiden ist allerdings, daß sie nicht besonders langlebig sind, und in trockenen Sommern, wenn mal aufs Bewässern vergessern wurde, viel Blätter verlieren oder sogar stellenweise eingehen. Auch ist es wichtig, daß man gute Weidenstecklinge hat. Es gibt viele Weidenarten, von denen am wenigsten geeignet die Bruchweide ist, die wie der Name schon sagt, wenig elastisch ist. So könnte man ein kleines Naturhaus für Kinder auch mit Ahorn oder Linde anlegen, was wesentlich langlebiger und widerstandsfähiger ist als der Weidenbau.

 

 

 

Skulpturen

sind eine weitere Spielart des Naturbaus, irgendwie vergleichbar mit der Bonsai-Pflege, nur eben größer. Hier sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Es gibt geometrische Formen, Tische, Stühle, sogar Schiffe . . .

 

Naturdenkmäler

von Bäumen, die von berühmten Persönlichkeiten gepflanzt oder besucht wurden, sind ja bekannt.

Genauso könnte man anläßlich von bedeutenden Ereignissen heute spezielle Naturbauten anlegen.

 

 

 

   

 

Faktor Zeit

 

Die Entstehungsdauer eines Naturbaus hängt ab von:

Baumsorte, Pflanzengröße und Pflanzenmenge, sowie der gewählten Bauform

Es dauert bestimmt länger als der Bau eine Holzgebäudes aus Balken und Brettern, hat dafür aber andere Vorteile, die den Nachteil der längeren Entstehungszeit wieder ausgleichen. Sehen Sie sich in Ihrer näheren Wohngegend um, und Sie werden entdecken, daß Bäume, die noch vor einiger Zeit am Straßenrand unscheinbar klein waren, jetzt nach einigen Jahren doch schon zu recht beachtlichen Bäumen herangewachsen sind.

Hätte man vor 10 Jahren ebenso mit einem Naturbau begonnen, wäre dieser heute so gut wie fertig !

 

Holzbretter sind zwar sofort verfügbar, sind aber letztlich genauso aus Jahrzehnte alten Bäumen herausgeschnitten worden, nur hat da auch keiner neben dem Baum auf die Bretter gewartet . . .

Es erscheint aber deswegen niemandem unsinnig, dass heute Jungbäume gepflanzt werden, um später mal nach 30 Jahren zu Brettern und Gartenhäusern verarbeitet zu werden. Selten kann derjenige, der die Bäume gepflanzt hat, diese auch noch zu Häusern verarbeiten. Dagegen ist das Wachsen und Entstehen eines Naturbaus mit Freude erlebbar.

 

Auch ist das Wachstum von Bäumen unter spezieller Pflege oft sehr viel größer als das von Waldbäumen, die sich ihren Standort nicht selber aussuchen konnten, und daher oft wegen Nährstoffmangel, Trockenzeiten, Wildverbiss, felsigem Boden etc. nicht optimal gedeihen. Einen Naturbau beginnt man im bestmöglichen Fall auch schon mit möglichst großen Baum-Exemplaren, die noch gut pflanzbar und formbar sind.

Allerdings eine Kostenfrage, daher ist hier immer der richtige Kompromiss zwischen Baumgröße und Budget zu finden. Eine gute Lösung sind lange Stecklinge aus Baumschnitt, die eigentlich Abfall sind. Es sollte eine gut anwurzelbare Sorte sein (z.B.  Platane oder Pappel . . .)

Ebenso ist das Heranziehen solchen „Rohmaterials“ in Baumschulen und landwirtschaftlichen Flächen vorstellbar, wo diese Jungbäume in Spalierform gebracht werden, ähnlich wie im Obstbau Birnbäume und Marillen an Hauswänden gezogen werden. Dies ist eine derzeit noch unbekannte Tätigkeit, könnte aber mit zunehmender Bekanntheit und Nachfrage ein neuer landwirtschaftlicher und gärtnerischer Erwerbszweig werden.

Wenn solche vorgewachsenen Bauteile am Bestimmungsort entsprechend gepflanzt werden, ist die weitere Verwachsung in relativ kürzerer Zeit möglich (ähnlicher Vorgang, wie bei den "vorgewachsenen“ Brettern . . . )

 

Der Faktor Zeit ist nicht nur Nachteil :    Die Kosten eines herkömmlichen Baues werden durch diese Zeit ersetzt, in der die Natur für uns arbeitet !

 

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Faktor ist auch die Freude an der Errichtung und Pflege von Naturbauten. So kann man die Entstehungsdauer nicht nur als WARTEZEIT, sondern auch als SCHÖNE  ZEIT erleben.

 

Eine Tätigkeit, die neben einigen leicht verständlichen Grundkenntnissen jeder ausüben kann.

Das ständig fortschreitende Zusammenwachsen wird von Jahr zu Jahr aufregender.

 

Diese Scheune ist ein perfektes Beispiel: die Bretter sind morsch und verfault. Die ganze Scheune wäre schon lange in sich zusammengefallen, wenn nicht die an den Wänden gewachsenen Bäume den ganzen Bau stützen würden. Hätte man statt der Scheune aus toten Holzbrettern ein Mehrfaches an Bäumen gesetzt, dann wäre es heute ein festes und unverwüstliches lebendes Haus, das noch hundert Jahre leben könnte, und selbst nach Absterben noch ein in sich geschlossenens Holzhaus, das nochmals hunderte Jahre stehen könnte !

 

Untenstehend, Beispiele von natürlich verwachsenen Mehrfachstämmen, die bei Anlage eines Naturbaues Teil einer lebenden Holzwand sein könnten.

 

 

 

Vorteile von Naturbauten

 

Alle derzeit üblichen Bauwerke sind  STOFF-VERBRAUCHER,

Naturbauten dagegen sind STOFF-ERZEUGER.

 

Das lebende Holz kann nicht verfaulen oder verwittern.

 

Es ist so gut wie nicht brennbar.

 

Es wird in der ersten Hälfte der Lebensdauer immer dicker und stärker.

 

Als Stoff-Erzeuger können Austriebe oder eventuelle Früchte verarbeitet werden.

 

Durch einen Naturbau wird ein vorher brachliegendes, uninteressantes Grundstück einen Wertanstieg verzeichnen.

 

Die Kosten eines herkömmlichen Baues werden durch Zeit ersetzt

 

Das Lebensalter von Naturbauten kann durchaus Hunderte von Jahren betragen.

 

Selbst wenn ein Naturbau nach z.B. hundert Jahren abstirbt, kann der tote Naturbau 

mit fachkundiger Behandlungnoch lange Zeit genutzt werden.

 

Vollbiologische Entsorgung nach weiterer langer Nutzung dann ohne Giftstoffe möglich.

 

Absolut erdbebensicher 

 

wenn der Dachabschluss gut verwachsen ist, hält es jeden Schneedruck aus

 

 

 

 

 

 

Neuartiger Holz-Rohstoff

 

Sollte eine aus kreuzweise verwachsenem Holz bestehende Wand abgetragen werden, so hat man damit einen neuen Rohstoff, der bisher so noch nicht als Holz da gewesen ist.

 

Dadurch, dass im Inneren einer gewachsenen Naturbau-Holzwand die vormals jungen Triebe quer zueinander verwachsen sind, ist eine Art Mehrschichtplatte im Mikrobereich entstanden, die aber den Vorteil hat, nicht verleimt zu sein. Ein solches Holz ist so gut wie unzerbrechlich.

Ähnliches kommt in der Natur in kleinerer Dimension als Wurzelstubben oder zufällig verwachsenen Ästen zustande.

Wenn Sie z.B. versuchen, solch verwachsene Äste auseinander zu brechen, so brechen stets die einzelnen Schenkel außerhalb der Verwachsungsstelle, aber niemals findet ein Bruch in der Verwachsung selber statt.

 

Eine so entstandene Holzwand kann wesentlich größere Spezialbretter liefern, als jede ähnliche natürliche Verwachsung (Wurzelholz)

 

 

  

 

Beteiligen auch Sie sich an der Förderung und Bekanntmachung der Naturbautechnik !

 

Alle Interessierten sind eingeladen, als Mitglied an einer offenen Gemeinschaft teilzuhaben.

Mailen Sie uns Fotos von Baum-Besonderheiten in Ihrem Umfeld oder Urlaub ! Selbst wenn Sie nur einen Balkon in einer Stadtwohnung besitzen, kann ich Ihnen Ideen geben, wie Sie damit am Naturbau-Thema teilhaben können.

 

Für die Errichtung oben angeführter Naturbauten werden Grundflächen gesucht, die der Eigentümer langfristig verpachtet oder verkaufen will. Oder der Grundeigentümer erzielt durch Aufwertung seines Areals Einnahmen aus Veranstaltungen und vielen weiteren Aktivitäten daraus.

Für kapitalkräftige Personen, die ihr Geld langfristig anlegen wollen, ist der Grundkauf und eine Projektierung in Zusammenarbeit mit dem Naturbau-Fachmann eine interessante Zukunftsinvestition.

 

 

 

 

       

 

 

 

 

Der Naturbau ist eine eigenständige Bio-Zukunftstechnik, welche die Liebe zur Natur, die Freude am Wachsen von Pflanzen, das Staunen über die Entwicklung,  das Ergriffensein beim Aufenthalt in einem Naturbau (auch einem erst entstehenden) und vieles mehr beinhaltet.

 

Die Chance des Naturbau-Verfahrens besteht in unserer Zeit im Erlebnis-Charakter, der besonders für Einrichtungen und Unternehmen, die Ihren Besuchern, Gästen und Kunden etwas Außergewöhnliches bieten wollen, eine interessante Attraktion darstellt.

Voraussetzungen sind:
ausreichende geeignete Flächen, die Bereitschaft für die ersten zwei bis drei Jahre den Naturbau vor zuviel Besucherfrequenz zu schützen und eine dauernde Pflege und Betreuung sicherzustellen. Für kommerzielle Überlegungen lassen sich ungemein spannende, derzeit noch weltweit einzig dastehende Naturbauten verwirklichen, die neben einer monetären Investition aber auch das notwendige Verständnis für die Wertweitergabe an spätere Generationen erfordert.

Wer es schafft, dies in Verbindung mit seiner Unternehmung entsprechend zu bewerben, hat ein konkurrenzloses Image, das auf ehrliche Weise den Menschen ein Bild der Freude und Naturverbundenheit vermitteln kann.

 

Im privaten Bereich sehe ich die Chance des Naturbauverfahrens darin, dass interessierte „Anfänger“ einfach mal, auch auf kleinster Fläche, etwas sozusagen spaßeshalber wie ein Experiment beginnen. Sobald nach einigen Vegetationsperioden etwas Herzeigbares entstanden ist, wird man an größere Vorhaben mit einer ganz anderen Selbstsicherheit und Investitionsbereitschaft herangehen.

 

Dadurch, daß sich im Laufe der nächsten Jahrzehnte so in jedermanns näheren Umgebung einige vorzeigbare Ergebnisse des Naturbau-Verfahrens befinden werden, kann für die allgemeine Anwendung endlich dieselbe Selbstverständlichkeit ins öffentliche Bewusstsein eingehen, wie für alle anderen bekannten Gartenkulturformen.

Dann wird es ganz normal sein, dass statt einer toten Zaunanlage oder einer Thujenhecke, jemand z.B. aus schräggepflanzten Ahornsetzlingen einen Naturzaun wachsen lässt.

 

Der große positive Einfluss den der Naturbau auf das menschliche Denken ausübt, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden:

So muss man sich vor Anlage eines Naturbaus Gedanken machen, ob die Anlage dort auch für wirklich lange Zeit stehen kann. So wird endlich wieder das Denken auch über die eigene Lebensspanne hinaus gefördert.

Die Verbundenheit mit dem ewig lebenswichtigen Vorgang der Photosynthese der Pflanzen, und unsere Symbiose mit dieser Lebensform, die unsere menschliche Kultur erst ermöglicht hat. Das Bewusstsein, im Einklang mit dieser Symbiose zu leben und diese zu fördern, und damit wieder etwas zurückgeben zu können, das sonst von allen bedenkenlos konsumiert wird.

Ein weiterer positiver Einfluss auf unsere Geisteshaltung ist, daß für langfristige Vorhaben eine Stabilität und Kontinuität des gesellschaftlichen Lebens notwendig ist. Daß es für jeden Bürger möglich sein muss, ein Stück Boden sein eigen zu nennen, und es ein Anliegen des Gemeinwesens Staat sein muss, diese zu verwirklichen.
So gibt es selbst im dichtbesiedelten Europa Gegenden, die unter Landflucht leiden, und in den Ballungszentren kann sich der Arbeiter nicht mal einen kleinen Garten erwerben. Hier wären politische Ansätze und Forderungen an eine moderne gerechte Gesellschaftsform, die wir als freie Staatsbürger mit allem Recht beanspruchen dürfen.

 

So bietet der Naturbau einige Denkanstöße politisch, gesellschaftlicher Art.

Ebenso halte ich aber den Naturbau für geeignet, aus diesen ganzen Diskussionen, die viele von uns satt haben, auszusteigen, und einfach sein eigenes Ding zu machen, ohne daß damit Geld verdient werden soll. 

Die Besserwisser und Bedenkenträger rundherum können uns den Buckel runterrutschen...

 

Es ist mir ein Anliegen, den Naturbau bekannter zu machen, als er derzeit ist.

Am Thema Interessierte, die selber ein Naturbauwerk anlegen möchten, oder die eine Fläche dafür zur Verfügung stellen wollen, sind aufgerufen, sich zu melden. Es gibt immer mehr Personen, die selber keinen Grundbesitz haben, und auf gepachtetem Gartengrund etwas machen wollen, ebenso wie es Personen gibt, die soviel Grundbesitz haben, daß viel ungenutztes Land brach liegt. Und darauf ein Naturbauwerk würde eine Aufwertung in vielerlei Hinsicht darstellen.

 

Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Anliegen bei mir vorstellig zu werden. Auch wenn Sie geographisch weit entfernt sind, kenne ich unter Umständen in Ihrer Nähe Kollegen, die für Sie etwas tun können.

 

Roland Sauter,  Salzburg, e-mail: brillen-netätweb.de


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